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COHORS IIII VINDELICORUM

4. Vindeliker-Kohorte
Zeitfenster der Darstellung: 125 n. Chr.

Die Gründung der Kohorte erfolgte 1982. Basis der Rekonstruktionen soll die Hilfstruppeneinheit der 4. Vindelikerkohorte sein, die im 2. Jahrhundert im Kastell Groß-Krotzenburg stationiert war.

In der Vergangenheit nahm die Gruppe an zahlreichen kleinen Museums- und Römerfesten in Schloßau, Mainz, Ladenburg, auf dem Dünsberg oder der Saalburg, aber auch an Großveranstaltungen wie in Trier oder Xanten teil.

Naturgemäß rückt bei Darstellungen der militärische Bereich in den Vordergrund, aber auch das Zivilleben wird durch Handwerk und andere Präsentationen abgedeckt. Gerade das Lagerleben der Vindelikerkohorte ist sehenswert: Denn die Auxiliarsoldaten bauen ihre Zelte auf, entfachen ein Lagerfeuer, an dem (natürlich nach original römischen Rezepten) gekocht wird. Aus nächster Nähe kann man zusehen, wie ein Tag in einem römischen Feldlager abläuft, beim Putzen der Waffen und Helme und beim Appell, beim Spielen und Feilschen, beim Mahlen des Getreides und bei den Schanzarbeiten. Dazu bietet die Gruppe militärische Übungen – wie Exerzieren, Bogenschießen, Formationsübungen und Trainingskämpfe.

Die Aktiven verstehen es, bei ihren Auftritten die Besucher fundiert und begeisternd in die Römerzeit zu versetzen, ein lebendiges Bild vom Alltag dieser faszinierenden Epoche zu bieten und bleibende Eindrücke nicht nur vom militärischen Alltag zu vermitteln.

Insbesondere seit 2004 findet ein kontinuierliche Neuaufbau in vielen Bereichen statt, um auch den gestiegenen Ansprüchen im Bereich der Museumspädagogik gerecht zu werden und eine umfangreiche Darstellung zu gewährleisten.

[ WebSite der COHORS IIII VINDELICORUM ]


>>> Historischer Hintergrund

Die Vindeliker waren ein keltischer Volksstamm aus der Gegend um Augsburg (Augusta Vindelicum), aus dem zur Gründungszeit der Einheit die Soldaten rekrutiert worden waren. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts bestand die Einheit – wie alle am Limes eingesetzten Truppen – aus Provinzbewohnern, die kein römisches Bürgerrecht besaßen (peregrines).

In Großkrotzenburg trifft der Taunus-Wetterau-Limes auf den Main, um hier als „nasse Grenze“ weiterzuführen. Die wichtige Funktion als Umschlagsplatz für Warengüter wird durch eine Brücke über den Main und eine Benifiziarier-Station (mit Polizei- und Zollaufgaben) unterstrichen. Die Gründung des eigentlichen Kastells wird gegen Ende des 1. Jahrhunderts vermutet. Die nicht nachgewiesene Holzkonstruktion wurde ca. ab 110 n. Chr. durch einen massiven Steinbau ersetzt.

Die ca. 500 Mann starke 4. Vindeliker-Kohorte dürfte um diese Zeit aus Nida (Frankfurt-Heddernheim) abgezogen und in dem ca. 2,2 ha großen Kastell in Großkrotzenburg stationiert worden sein.

Ziegel mit den Stempeln der COH IIII VIND fanden sich auch in anderen Limeskastellen und bei Ausgrabungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

(Quelle: www.vindeliker-kohorte.de)


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